Die Hauptversammlung der Linde AG vom 14. Mai 2002 hat die Einführung eines Aktienoptionsprogramms für Führungskräfte (Linde Management Incentive Programme 2002) beschlossen, in dessen Rahmen bis zu 6 Millionen Bezugsrechte ausgegeben werden können.
Die Optionsrechte gewähren das Recht zum Bezug von Aktien der Linde AG zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis zum Erwerb einer neuen Stückaktie der Linde AG beträgt 120 Prozent des Basispreises.
Die Optionsbedingungen sehen für die Aktienoptionen eine Sperrfrist von zwei Jahren vor, die am Ausgabetag beginnt. Nach deren Ende können die Optionsrechte während ihrer gesamten Laufzeit, also während der fünf Jahre nach Ablauf der Sperrfrist mit Ausnahme von so genannten Blocked Periods, ausgeübt werden. Zur Erfüllung des Optionsanspruchs der Optionsberechtigten kann die Linde AG nach ihrer Wahl eigene Aktien, die sie am Markt zurückerworben hat, liefern oder solche aus dem hierfür geschaffenen bedingten Kapital neu ausgeben oder anstelle der Lieferung neuer Aktien eine Barzahlung pro Optionsrecht in Höhe der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem XETRA-Schlusskurs der Linde-Aktie am Tag der Ausübung leisten. Grundlage der Bilanzierung ist die Annahme, dass die Erfüllung der Optionsansprüche durch die Ausgabe von Aktien erfolgt.
Gemäß IFRS 2 „Share-based Payment“ ist der Gesamtwert der den Führungskräften gewährten Aktienoptionen zu ihrem Ausgabetag mit Hilfe eines Optionspreisbewertungsmodells zu bestimmen. Der errechnete Gesamtwert der Aktienoptionen zum Ausgabetag ist über den Zeitraum als Personalaufwand zu verteilen, in dem das Unternehmen die Gegenleistung des Mitarbeiters in Form seiner Arbeitsleistung erhält. Dieser Zeitraum entspricht regelmäßig der vereinbarten Sperrfrist. Die Gegenbuchung erfolgt direkt im Eigenkapital. Der IFRS 2 wird im Geschäftsjahr 2005 erstmalig angewandt. Die Vergleichsperioden sind gem. IFRS 2.55 dementsprechend angepasst.
Die Aufwandsermittlung basiert auf dem Marktwert der ausgegebenen Optionsrechte, für dessen Berechnung das Black-Scholes-Optionspreismodell verwendet wurde.
Die bisher ausgegebenen Optionsrechte im Rahmen der Linde Management Incentive Programme entwickeln sich wie folgt:
| Optionsrechte | ||||||||||
| ursprünglich ausgegeben | 31.12.2004 | in 2005 ausgeübt | in 2005 verfallen | 30.09.2005 | ||||||
| 1. Tranche (2002) | 1.000.000 | 965.300 | 2.000 | 1.900 | 961.400 | |||||
| 2. Tranche (2003) | 1.017.600 | 995.700 | 474.572 | 1.100 | 520.028 | |||||
| 3. Tranche (2004) | 1.004.500 | 1.001.500 | – | 9.600 | 991.900 | |||||
| 4. Tranche (2005) | 1.105.700 | – | – | – | 1.105.700 | |||||
| Gesamt | 4.127.800 | 2.962.500 | 476.572 | 12.600 | 3.579.028 | |||||
Durch die Ausübung von 476.572 Optionsrechten hat sich im Berichtszeitraum das gezeichnete Kapital um 2 Mio. € und die Kapitalrücklage um 17 Mio. € erhöht.
Folgende Ergebniseffekte ergeben sich aufgrund der Berücksichtigung des Aufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung:
| Optionsrechte | ||||||||||||
| Wert der Options- rechte €* |
31.12.2002 Mio. € |
31.12.2003 Mio. € |
30.09.2004 Mio. € |
31.12.2004 Mio. € |
30.09.2005 Mio. € | |||||||
| 1. Tranche (2002) | 9,84 | 2 | 5 | 3 | 2 | – | ||||||
| 2. Tranche (2003) | 7,16 | – | 2 | 3 | 4 | 1 | ||||||
| 3. Tranche (2004) | 7,92 | – | – | 1 | 2 | 3 | ||||||
| 4. Tranche (2005) | 6,92 | – | – | – | – | 1 | ||||||
| Gesamt | 2 | 7 | 7 | 8 | 5 | |||||||
| * | Zum Ausgabezeitpunkt |